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Geschichte der KBM Motorfahrzeuge

Vom Mühlstein zum Auto...

Gründung

Anfang der zwanziger Jahre stand in Andernach nahe dem Rheinufer und dem Alten Krahnen eine Steinmetzwerkstatt, welche zugleich Umschlagplatz für Mühlsteine war. Am 13. Dezember 1924 gründete Karl Breisig, beginnend mit einer Zylinderschleiferei und einer Autowerkstatt, auf diesem Gelände einen Kraftfahrzeugbetrieb. Damit begann auch die Partnerschaft zwischen der damaligen Daimler-Benz AG und Karl Breisig Motorfahrzeuge.

30er/40er Jahre

Durch eine zügig fortschreitende Motorisierung sowie den Weitblick seines Gründers, entwickelte sich das kleine Familienunternehmen rasch zu einer namhaften Vertretung der Daimler-Benz AG am Mittelrhein. Dieses Wachstum wurde durch den Krieg und seine Folgen beeinträchtigt, jedoch nicht unterbrochen. So kam es zur Belagerung einzelner Werkstattteile durch französische Truppen und die Ersatzteilbeschaffung gestaltete sich als äußerst schwierig. Dennoch überstand das junge Unternehmen diese schwierige Phase.

50er/60er Jahre

Durch die stürmische Entwicklung in der Baubranche sowie die Hochkonjunktur in der Bimsindustrie in der Pellenz und im Neuwieder Becken wurden umfangreiche Werkstatt-Erweiterungen in Andernach notwendig. Diese wurden 1950 und 1952 durchgeführt. 1960 beschäftigt Karl Breisig Motorfahrzeuge bereits über 100 Mitarbeiter. Die weitere Firmenexpansion erforderte eine Betriebsaufgliederung. 1962 entstand im Zuge dieser der Zweigbetrieb in Mayen mit 50 neuen Arbeitsplätzen. 1963 übertrug der Firmengründer Karl Breisig seinem Schwiegersohn Franz Jolas die Geschäfte. Dieser führte traditionsbewusst und dynamisch das Lebenswerk fort. Unter der Federführung des neuen Firmeninhabers sollten bald neue Zweigbetriebe entstehen. Andernach blieb jedoch weiterhin der Stammsitz des Unternehmens. Die Stadt leistete bei ihrer Grundstückspolitik einen wichtigen Beitrag dazu, dass Karl Breisig Motorfahrzeuge dort zukunftsweisende Investitionen tätigen konnte. 1967 erfolgte die Erneuerung der LKW-Werkstatt in Andernach.

70er Jahre

Im Jahr 1972 kam es im Zuge weiterer Expansion zum Bau einer Tiefgarage und zur Einrichtung eines eigenen Lackierzentrums in Andernach. Im folgenden Jahr wurde durch die Errichtung eines weiteren Betriebes in Sinzig die Mercedes-Benz-Nachfrage im Ahrgebiet abgedeckt. 1973 wurde der ursprüngliche Firmenname "Karl Breisig Motorfahrzeuge" in "Kraftfahrzeugbetriebe Mittelrhein“ abgeändert. Mit dieser Namensänderung trat zum ersten Mal die Abkürzung KBM auf. Das Unternehmen übernahm noch im gleichen Jahr die Vertretung der Daimler-Benz AG für den Raum Neuwied Stadt, Land und den Westerwald und eröffnete einen neuen Betrieb in Neuwied. Mit der Übernahme dieser Verkaufsgebiete wurde KBM zu einem der branchengrößten Betriebe am Mittelrhein. Zunächst wurde der Reparaturbetrieb der Firma Josef Breisig angemietet, um dem umfangreichen Leistungsangebot der Daimler-Benz AG auf dem Reparatursektor zu entsprechen. Aufgrund der Reparaturentwicklung, insbesondere im LKW-Sektor, erwies sich der Betrieb im Stadtgebiet allerdings rasch als ungünstig. 1974 entstand im Stammhaus in Andernach ein Bremsenprüfstand, eine Autowaschanlage und nach weiterem Grundstückskauf wurde das zentrale Verwaltungsgebäude gebaut. Seit 1977 können in allen KBM-Betrieben die Kunden ihre Fahrzeuge regelmäßig durch die freiwillige Kraftfahrzeugüberwachung des TÜV Rheinland technisch abnehmen lassen. Im Jahr 1979 wurden bereits 2.000 Fahrzeuge verkauft, rund zwei Drittel davon waren Nutzfahrzeuge vom Kleintransporter bis hin zum großvolumigen Mehrachser.

80er Jahre

1980 erfolgte dann der Umzug aus dem angemieteten Betrieb im Stadtkern Neuwieds in einen eigenen Neubau im Industriegebiet. Im gleichen Jahr wird die 100-Millionen-Mark-Umsatzgrenze erreicht, KBM zählt damit zu den fünf größten selbständigen Vertragspartnern der Daimler-Benz AG in der Bundesrepublik Deutschland. 260 Mitarbeiter, davon 45 Auszubildende, waren zu diesem Zeitpunkt bei KBM beschäftigt. Eine neue Großcomputeranlage wickelte ab 1983 die gesamte Betriebsorganisation ab. 1984 erfolgte mit der umfangreichsten Investitionsmaßnahme der Firmengeschichte der Umbau des Betriebes in Andernach. Das neue Verkaufshaus für Neuwagen erstreckt sich über zwei Ebenen und hat eine Größe von 1.200 qm. Zusätzlich entstand auf einer Fläche von 2.200 qm eine Gebrauchtwagenausstellung. Durch die Zusammenführung des gesamten Gebrauchtwagen-Angebots aus den KBM-Betrieben Andernach, Mayen, Sinzig und Neuwied wurde hier eine der umfangreichsten Gebrauchtwagen-Ausstellungen am Mittelrhein ins Leben gerufen. Trotz der damals schwierigen Ausbildungsplatzsituation fanden 1985 insgesamt 20 neue Jugendliche bei KBM einen Ausbildungsplatz in den Ausbildungsberufen Bürokaufmann, Großhandelskaufmann, Einzelhandelskaufmann, Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker, Lackierer und Tankwart. Insgesamt standen in den Betrieben über 50 Jugendliche in der Ausbildung. 1986 wurde für 7 Millionen DM in Bad Neuenahr-Ahrweiler Betrieb Nr. 5 eröffnet. Durch seinen gelungenen architektonisch-ästhetischen Stil hat er Modellcharakter für viele Mercedes-Benz-Niederlassungen in der Zukunft. Im Jahr 1988 wurde der KBM-Standort Bad Neuenahr-Ahrweiler vom TÜV Rheinland als umweltbewusster Betrieb ausgezeichnet und nahm damit als erster im Kreis Ahrweiler diese Auszeichnung entgegen.

90er Jahre

1992 erwarb die KBM das Gebäude eines ehemaligen Büroausstatters in einer verkehrsgünstigen Lage im Industriegebiet von Neuwied. Unter dem Namen "KBM Autopark" entstand im gleichen Jahr vor diesem Gebäude eine Ausstellungsfläche für Gebrauchtwagen, welche mit Grünanlagen aufgelockert ist und ausreichend Platz für PKW, LKW und Transporter bietet. Mit dem Bau des neuen Betriebes wurden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. KBM beschäftigte zu diesem Zeitpunkt bereits über 250 Mitarbeiter. Täglich wurden in den gesamten KBM-Betrieben rund 110 Fahrzeuge repariert. Im Jahr 1994 erhielt der Mitarbeiter Peter Elz für seine 50 jährige Betriebszugehörigkeit die Ehrennadel des Landes verliehen. Der Kfz-Schlosser hatte die automobile Entwicklung an Hand von 300 verschiedenen Modellen miterlebt. 1996 wurden der KBM-Betrieb Neuwied und der spätere KBM-Betrieb Autohaus Collée in Limburg zum ersten Mal mit dem Prädikat, "Service mit Stern“ ausgezeichnet. Im Oktober 1998 kam es zur Eröffnung des smart Centers Mittelrhein auf dem Gelände des Neuwieder Betriebs. Im Januar des folgenden Jahres übernahm KBM dann das Autohaus Collée, Mercedes-Benz-Vertreter der Daimler Chrysler AG, in Limburg. Im gleichen Jahr feierte KBM bereits sein 75 jähriges Firmenjubiläum.

2000er Jahre

Im April 2000 übernahm KBM das Autohaus Buchholz, die Vertragswerkstatt der Daimler Chrysler AG in Weilburg. Grund für die Übernahme war die Neuausrichtung des Vertriebs- und Servicenetzes von Mercedes-Benz. Die Neuausrichtung bietet den Weilburger Kunden den Vorteil einer umfangreichen Vorführ-Fahrzeugflotte und der umfassenden Betreuung im Neu- und Gebrauchtfahrzeugbereich durch die KBM-Gruppe. Der Kunde kann das komplette Service- und Dienstleistungsangebot nutzen. Alle Arbeitsplätze blieben einschließlich der damit verbundenen Sozialleistungen erhalten. Besonders verpflichtet fühlt sich KBM der Ausbildung des Nachwuchses. Dies spiegelt sich darin wieder, dass heute über 70 Jugendlichen eine Ausbildung in den verschiedensten gewerblichen und kaufmännischen Berufen erhalten. Im August 2001 übernahm die KBM-Firmengruppe die Zech Automobilgesellschaft mbH, die Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt der Daimler Chrysler AG in Westerburg. Berthold Zech, Inhaber der Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt, wollte sichergehen, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben. Wegen fehlender Nachfolge übergab Zech sein Autohaus an die KBM-Gruppe, die ihm zusicherte alle Mitarbeiter zu übernehmen. Die Kunden der Zech Automobilgesellschaft mbH können durch die Übernahme auf ein noch größeres Service- und Dienstleistungsangebot zurückgreifen.

Der Hauptvorteil für die Kunden liegt in einem umfassenden Angebot rund um die Mobilität. Auch umfangreiche Dienstleistungs- und Verkaufsangebote durch eine stark erweiterte gemeinsame Flotte von Vorführfahrzeugen sowie Jahres- und Gebrauchtwagen stehen dem Kunden seitdem zur Verfügung. 2001 wurde der Betrieb in Limburg dann neu gebaut und im Jahr 2009 kam es zum Neubau der Lkw-Werkstatt in Weilburg.

2010er Jahre

In Neuwied kam es im Jahr 2012 zu einem Neubau der kompletten Serviceannahme. Im folgenden Jahr wurde dann das Mercedes-Benz Autohaus Alzeyer Automobil GmbH übernommen. Seit 2013 hat KMB die UNIMOG Generalvertretung für Rheinland-Pfalz und das Saarland übernommen. 2014 wurde das 90-jährige Bestehen zelebriert. Seit diesem Jahr hat der Standort Limburg offiziell auch das Qualitätssiegel Junge Sterne Pkw. Im Jahr 2015 wurde die Mercedes-Benz Niederlassung TAV in Wiesbaden mit 4 Betrieben von der KBM Motorfahrzeuge GmbH & Co. KG übernommen. Seit 2016 ist der Standort Neuwied offiziell in Besitz des Qualitätssiegels Junge Sterne Pkw und seit 2017 auch Junge Sterne Transporter.

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